Helmut (Heli) Kotter

im chinesischen Klettergebiet Jangshuo

in einer atemberaubenden 8b+

[Foto: Regina Kotter]

 Helmut (Heli) Kotter in "Das Erbe der Väter", 8c+ [Foto: Markus Stadler]

 

Das Erbe - Helmut Kotters Jahr 2008

Wie schon im Artikel Schleierhaft berichtet, gelangen Helmut (Heli) Kotter bereits im Frühjahr 2008 mit Mongo (9a) am Schleierwasserfall und Conecmira (8c/c+) in Osp 2 tolle Highlights. Von diesen Erfolgen motiviert und durch die neue Kletterhalle quasi direkt vor der Haustür stärker denn je, war - wie man sich leicht denken kann - damit jedoch noch lange nicht Schluss...

Helis unbestreitbares Lieblingsklettergebiet sind die mächtigen Überhänge am Schleierwasserfall im Kaisergebirge. Es gibt kaum einen Felsriegel weltweit, der auf engstem Raum dermaßen viele Routen im obersten Schwierigkeitsniveau aufzuweisen hat. Und so nimmt es denn kein Wunder, dass Heli hier einen Großteil seiner Kletterzeit verbringt. Im 8. französischen Grad hat er bereits so gut wie alle Routen geklettert, lediglich eine handvoll Toprouten fehlen noch in seinem Routenbuch.

Nach seinen Erfolgen im Frühjahr hat der Rosenheimer Power-Bub dann auch weiterhin fleißig an einigen extremen Routen am Schleier gebastelt und tatsächlich gelangen ihm noch solche Knaller wie "Das Erbe der Väter" (8c+), "Dolphin" (8c) und "Reality Check" (8c+).

Dass nicht gleich noch ein weiterer Schleier-Hammer zu dieser Liste dazu gekommen ist, ist hauptsächlich auf den zeitintensiven Studienabschluss und den Eintritt ins Arbeitsleben zurückzuführen. Dazu kamen des öfteren nicht ganz einfache Bedingungen an Helis wenigen freien Tagen. So saßen wir zum Beispiel diesen Winter einmal geschlagene 3 Stunden auf dem Bankerl am Fels und betrachteten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sehnsüchtig und teeschlürfend die vagen Umrisse der Sonne durch zäheste Nebelschleier, wobei der Planet beim Aufbruch im Tal noch in voller Pracht einen genialen Klettertag versprochen hatte.

Nun denn, so gibt es für Heli wenigstens noch einen Grund, sich ab und zu am Wasserfall blicken zu lassen, denn die noch übrigen Routen "Black Power", "Weiße Rose" und "Open Air" sind in der Tat 3 Hammerlinien, für die man gerne ab und zu dort hoch schaut. Und zumindest die beiden letztgenannten scheinen ja gemäß dem Urteil von Adam Ondra mit zum Schwersten zu gehören, was die Kletterwelt zu bieten hat.

Wie man hört, hat Heli in letzter Zeit sogar seine Liebe zur Bohrmaschine entdeckt und bereits einige Königslinien in Heimatnähe mit Bolts versehen. Man darf gespannt sein, was für Kreationen dabei herauskommen werden, kräftig zupacken müssen wird man dabei auf jeden Fall, wie er bereits schmunzelnd verraten hat.....

Weiterhin viel Erfolg Dir Heli und wie immer VOLLGAS!

Harald Röker

Heli in "Das Erbe der Väter", 8c+

[Foto: Markus Stadler] 

 

 

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